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Relais & Châteaux Hotel

DIE SONNE FRANKENBERG

Marktplatz 2-4

D-35066 Frankenberg / Eder

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Tagesausflug:

Stadtführung durch Frankenberg

Liebe Leserinnen und Leser des Sonne Blogs, wie bereits in unserem letzten Beitrag angekündigt, möchten wir Ihnen heute von einer Stadtführung durch Frankenberg erzählen. Mit unseren neuen Auszubildenden ging es in 45 Minuten durch die historische Altstadt Frankenbergs, die einige spannende Geschichten parat hält.

Die Führung dauert Normalerweise ca. 90-120 Minuten und umfasst weitaus mehr Stationen. Da unser Programm an diesem Tag aber sehr straff war, hatten wir uns für eine Kurzversion der Führung entschieden und uns dabei die am Hotel Die Sonne Frankenberg angrenzenden Sehenswürdigkeiten angeschaut.

Begonnen haben wir die Tour direkt vor unserem Haus, von wo es in das 1509 erbaute Rathaus ging. Der zweigeschossige Fachwerkbau im gotischen Stil verfügt über 10 Türme und einige historische Huckepack-Figuren. Diese Figuren stammen von dem weit über die Grenzen Frankenbergs bekannten Künstler Philipp Soldan, der um 1500-1570 lebte. An der Westseite des Rathauses thront ein achteckiger Turm mit Wendeltreppe aus dem Jahr 1535. Im Dachreiter hängt die alte Uhr, die sich im Originalzustand befindet und jeden Tag um 11:45 Uhr und um 15:45 Uhr in einem schönen Glockenspiel erklingt.

Im Erdgeschoss erstreckt sich eine sehr eindrucksvolle Halle und im Obergeschoss ein Stadtverordneten-Sitzungssaal sowie ein Trauzimmer, welches bei Brautpaaren sehr beliebt ist. Das Rathaus musste ganze 3 Mal gebaut werden, bevor es in dem heutigen Glanz erstrahlen konnte. Das erste Rathaus war nämlich zu klein und das zweite wurde bei einem Feuer zerstört. Der dritte und letzte Bau dauerte 30 Jahre. Das Denkmalgeschützte Gebäude befindet sich größtenteils im Originalzustand, wobei einige Abschnitte, wie Beispielsweise die Justitia, mit den Jahren erneuert wurden.

Vom Rathaus aus ging es durch die Altstadt Frankenbergs zur früheren Mädchenschule. Das Gebäude wurde um 1769 von der Kirchengemeinde als freie evangelisch-lutherische Mädchenschule erbaut. Im Rahmen der Altstadtsanierung wurde die Schule im Jahr 1978 zu einem Wohnhaus umfunktioniert. Ebenfalls unter Denkmalschutz stehend, leuchtet das alte Fachwerkhaus in einem zarten Blau, während die Fenster von Spitzengardinen und Blumen geziert werden. Ein schöner Anblick, der sich perfekt in die romantische Altstadt eingliedert.

An der ehemaligen Mädchenschule vorbei, wanderten wir zur wundervollen Liebfrauenkirche. Der Bau der Kirche begann 1286 nach dem Vorbild der Elisabethkirche in Marburg. Das Gebäude wurde in gotischer Bauweise nach einem Kreuz errichtet. Um 1380 ist die Marienkapelle mit ihren 6,50 Meter hohen Altarraum aus Sandstein fertiggestellt worden, die eindeutig das Schmuckstück der Kirche ist. Aber auch die Glasmalereien an den Fenstern sowie die Deckenmalereien sind sehr beeindruckend. Eyecatcher ist jedoch die große Orgel mit ihren 43 Registern und satten 3.000 Pfeifen.

 

Leider entschied der Landgraf Moritz von Hessen-Kassel im Jahr 1606 nach einer Kirchenreform, dass alle Statuen und Heiligenbilder entfernt werden sollten. In der anliegenden Marienkapelle wurden die Figuren teilweise „enthauptet“, womit der Kirche und der Kapelle ein wenig an Schönheit genommen wurde.

Zum Ende der Tour erklommen wir den höchsten Punkt der Stadt. Mit seinen 300 Metern Höhe bietet die Bergnase im Herbst, wenn die über 200 Jahre alten Linden ihre Blätter verlieren, eine gute Sicht auf die Stadt. Auf diesem Platz wurde um 520 bis 720 von den Franken eine Festung erbaut, die sich damals schon Frankenberg nannte. Hier liegt also der Ursprung unserer Stadt. Im Jahr 1122 ging der Burgberg in den Besitz der Landgrafen von Thüringen über, die um 1234 auf diesem Berg eine Burg und östlich davon die Stadt Frankenberg erbauen ließen. Erst 1335 wurde nördlich der Burg die Neustadt gegründet. Im Jahr 1376 brannten die Bürger der Stadt Frankenberg die Burg ab, die bis heute nicht wieder aufgebaut wurde.

An der im Jahr 1514 von den Augustinerinnen erbauten Hospitalkirche vorbei, ging es für unsere Auszubildenden wieder zurück in das Hotel Die Sonne Frankenberg. Uns war wichtig, dass unsere neuen Mitarbeiter einen Einblick in die Geschichte Frankenbergs erhalten und somit ein Gefühl für diesen historischen Ort bekommen.

Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie bei Ihrem nächsten Aufenthalt in unserem Haus Frankenberg auch etwas näher kennenlernen möchten, können wir Ihnen die geführte Stadttour sehr ans Herz legen. Nähere Informationen erhalten Sie an unserer Rezeption.

Ihr Team vom Hotel Die Sonne Frankenberg